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Politik | NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 40/04 vom 29.09.2004

MACHT Mit Herbert Sausgruber regiert bereits der vierte Landesfürst mit absoluter Mehrheit. Warum stattet das Volk seine Herrscher mit so viel Macht aus? 

Um die letzten Worte eines Landeshauptmannes ranken sich oft allerlei Mythen. Die Wünsche und Bitten, die ehemals mächtige Landesfürsten am Sterbebett so hervorbrachten, werden vor allem von den Thronfolgern noch jahrzehntelang zitiert - und meist auch gleich als persönliches Vermächtnis instrumentalisiert. Herwig van Staa etwa gibt diese Geschichte zum Besten: Als der schwer gezeichnete Tiroler Altlandeshauptmann Eduard Wallnöfer einst von seinem frisch gebackenen Nachfolger Alois Partl Besuch bekam, "erhob" sich der Greis sofort "von der Ofenbank in seiner Stube". Partl soll daraufhin den sterbenskranken Wallnöfer inständig gebeten haben, doch bitte sitzen zu bleiben, "weil er's fast nicht aufderstanden ist". Doch Wallnöfer wies den jungen Mann angeblich zurecht: "Herr Landeshauptmann, wenn der Landeshauptmann ins Haus kommt,


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