"Medien sind eine Waffe"

Medien | GERALD JOHN | aus FALTER 40/04 vom 29.09.2004

FERNSEHEN Ibrahim Helal, Ex-Chefredakteur des arabischen Senders El Dschasira, über die Angriffe von Amerikanern und Arabern, die Kontakte zu Saddam Hussein, Videobotschaften von El Kaida und den Fehler, Jörg Haider zu interviewen. 

Der Krieg war zu viel", stöhnt Ibrahim Helal: "In arabischen Medien gibt es sehr flache Hierarchien. Da muss man auch als Chef alles selber machen." Zu Jahresbeginn quittierte der 34-Jährige deshalb einen der stressigsten Jobs, den die Medienwelt in Krisenzeiten wie diesen zu bieten hat. Zweieinhalb Jahre lang war Helal Chefredakteur des Senders El Dschasira und trug maßgeblich zum Ruf des Satellitenkanals als arabisches Pendant zu CNN bei. Aus Afghanistan und dem Irak lieferte die Station Bilder, die US-Präsident George Bush & Co nicht gerne über die Mattscheiben flimmern sehen: von verwüsteten Wohnhäusern, gefangenen GIs und verwundeten Zivilisten.

  Gegründet wurde El Dschasira - zu Deutsch: "die Insel" - 1996 im kleinen Emirat Katar. Der dortige


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