Infiziert mit Skulptur

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 40/04 vom 29.09.2004

KUNST Nach dem Jahrzehnt der Videokunst spielt Skulptur wieder eine wichtige Rolle in der Gegenwartskunst. Die Künstler Werner Reiterer und Roland Kollnitz lassen sich vom Alltag zu hintersinnigen Objekten inspirieren. 

Werner Reiterer pfeift gerne. Und er kann es auch gut. Gepfiffene Melodien von Beatles-Songs oder der Bundeshymne klingen durch seine aktuelle Ausstellung in der Galerie Krinzinger. Als Quelle der Musik entpuppt sich eine Figur mit Reiterers Aussehen und eigenartig verbogenen Beinen. Noch verunsichernder als der Doppelgänger des 1964 geborenen Künstlers wirkt eine Tonne mit der Aufschrift "Lachgas": Ist der weiße Dampf echt? In einem anderen Raum steht ein großer Fliegenpilz, der beim Nähertreten seine weißen Punkte fliegen lässt.

  Reiterers Alter Ego "I, bonelessly whistling" erinnert an den italienischen Spaßkünstler Maurizio Cattelan, der sich letztes Jahr in Köln als Oskar aus der "Blechtrommel" porträtierte. Humor stellt eine der wesentlichen Ingredienzien


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