Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 40/04 vom 29.09.2004

Sex

Die Liebesnacht (3) Es kommt relativ oft vor, dass man mit jemandem, den man eigentlich gar nicht kennt, dringend schlafen möchte. Viel seltener tritt der Fall ein, dass zwei Menschen gleichzeitig auf einmal nur das eine wollen. Wie es dazu kommt, ist eines der schönsten Geheimnisse, die das Leben zu bieten hat. Ginge es in diesen Momenten um Verführungskünste, dann wären sie ja leicht zu erklären. Aber so läuft es nicht. Es geht nicht um Worte, sondern um irgendwelche Schwingungen, vielleicht auch Gerüche. Die Genese der Liebesnacht ist mir ein Rätsel. Aber ich will es gar nicht lösen. W. K.

FussBall

Premierenfieber Unter den Fußballfans in meinem Bekanntenkreis sind die Premiere-Abonnenten deutlich in der Minderheit. Am Geld (e 9,90 im Monat) kann's nicht liegen, die Typen haben gut bezahlte Jobs und leisten sich allen möglichen Schnickschnack - nur für die Bundesliga wollen sie nicht zahlen. Wenn man sie fragt, warum sie noch immer kein Premiere haben, kommen ausweichende Antworten: "Ich warte einmal ab", "Ich will eh nicht so viel fernsehen". Offenbar widerstrebt es vielen Männern, für etwas zu bezahlen, was sie bisher gratis haben konnten. Komischerweise haben trotzdem alle eine Autobahnvignette. W. K.

Mädchenzimmer

Offenes Haar Kommt eine Kollegin, die ihre Locken gerne mit Hochwuzelfrisuren bändigt, ausnahmsweise mit Mähne ins Büro, rufen ihr garantiert ein paar Kollegen zu: "Offenes Haar!" Wieder mal ein Beweis dafür, dass Männer wie Norwegerpullis sind. Wenn's an die Substanz geht, sind auch kluge Buben einfach gestrickt. Zeigt eine Frau ein bisschen Brustansatz, jubeln sie "Wow, Busen!", trägt sie eine Stringtanga, "Toll, Hintern!" - übrigens ganz egal, wie der ausschaut -, hat eine einmal die Haare nicht streng frisiert, "Wahnsinn, offenes Haar!" Hätten sie dabei nicht so leuchtende Augen, sie würden uns nur mehr nerven. J. O.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige