"Da gibt es noch viel Unfug!"

Klaus Taschwer und Stefan Löffler | aus FALTER 40/04 vom 29.09.2004

Wie gut ist die Lehre an Österreichs Universitäten? Wie wirken sich Studiengebühren und die neuen Universitätsgesetze aus? Warum wird hierzulande so lange studiert? Und wann werden unsere Universitäten endlich Weltklasse? Sigurd Höllinger, für Hochschulen zuständiger Sektionschef im Bildungsministerium, sieht Licht und Schatten.

Sigurd Höllinger, 64, ist seit fast zwei Jahrzehnten der mächtige Mann in Sachen Universitätspolitik. Der habilitierte Soziologe leitet seit 1986 die Hochschulsektion im Wissenschaftsministerium. Höllinger ist der "Vater" des UG 2002, das seit dem 1.1.2004 in Kraft ist und die Universitäten in die Unabhängigkeit entließ.

heureka: Wie stand es um die Qualität der Lehre, als Sie selbst studierten?

Sigurd Höllinger: In meinem Erststudium Physik gab es eine Vorlesung in Experimentalphysik, die wegen des großen Andrangs in ganz grässlich verzerrten Schwarz-Weiß-Bildern in den Nebenraum übertragen wurde. Nachfragen oder gar Diskussion gab es praktisch

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