Das dicke Ende

Klaus Taschwer | aus FALTER 40/04 vom 29.09.2004

Von Gesetzes wegen braucht man dafür nur ein halbes Jahr. Tatsächlich aber wird die Diplomarbeit für viele Studierende zu einem oft über Jahre dauernden Kampf mit Krampf. Schuld an der tabuisierten Abschlussschwäche sind intransparente Anforderungen, schlechte Betreuungsverhältnisse, aber auch eine mangelnde Schreibausbildung während des Studiums.

Das lange Warten. Ihr Pädagogik-Studium haben sie bis knapp vor dem Ende in Mindeststudiendauer absolviert. Jetzt fehlen den Betroffenen nur noch die Diplomarbeit und die Diplomprüfung. Die Abschlussarbeit aber erweist sich als schier unüberwindliche Hürde. Ein einziger nichthabilitierter Hochschullehrer kommt als Betreuer für das von ihnen ins Auge gefasste Spezialgebiet infrage. Der aber ist mit Diplomanden so überlastet, dass erst einmal eineinhalb Jahre Warten angesagt sind. Dann, noch bevor das Betreuungsverhältnis formal begonnen hat, geht der vermeintliche Betreuer in Pension. Obwohl zuvor anders vereinbart, wird ihm nicht


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