Kopieren, einfügen, mixen

Stefan Löffler | aus FALTER 40/04 vom 29.09.2004

Ein paar Mausklicke im Internet, ein paar Befehlstasten gedrückt, rasch Überleitungen formuliert und Formatierungen vereinheitlicht: Fertig ist die Seminararbeit. So halten es zumindest immer mehr Studierende. Die Berliner Informatikprofessorin Debora Weber-Wulff ist eine der Vorkämpferinnen gegen den Internetplagiarismus, der sich an den Hochschulen breit gemacht hat.

Wenn eine Quelle oder ein zentraler Begriff einmal so und einmal so geschrieben ist, muss man Verdacht schöpfen. Formulierungen, die keinen Sinn machen, deuten auf den Einsatz eines Übersetzungsprogramms hin. Verräterisch sind auch uneinheitliche Zitierweisen. Abweichende Schrifttypen sowieso. Und natürlich Stilbrüche.

Am Tag, an dem Debora Weber-Wulff das Vertrauen in ihre Studierenden verlor, kam einiges zusammen. Auf ihrem Schreibtisch warteten Hausarbeiten darauf, gelesen zu werden. Daneben lagen Hausarbeiten, die sie schon durchhatte, verteilt auf zwei Stapel. Auf dem einen die schönsten Arbeiten, verdächtig


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