Die Risikogeneration

Oliver Hochadel | aus FALTER 40/04 vom 29.09.2004

Sie bringen wertvolle Erfahrungen ein, bestreiten an manchen Instituten bis zu achtzig Prozent der Lehre und werden ausgebeutet wie im Frühkapitalismus. Die externen Lektoren sind das schwächste Glied an Österreichs Universitäten. Als Opfer wollen sie sich jedoch nicht sehen. Und einige von ihnen sind dazu höchst prominent.

Geexte Externe. Die Vorbereitung war umsonst, das gehört zum Berufsrisiko. Am 9. August wurde kurzfristig ein Dutzend Lehraufträge des Wintersemesters in der Studienrichtung Geschichte der Universität Wien gestrichen. Betroffen waren ausschließlich so genannte externe Lektoren. Im Lehrbudget klaffte eine Lücke von 60.000 Euro. Anders war das Loch nicht zu stopfen, bedauert Friedrich Edelmayer, der zuständige Studienprogrammleiter.

Diese kleine Episode ist symptomatisch für den Umgang mit den Externen. Deren schleichende Verdrängung konterkariert die Zielsetzung des neuen Studienplans, der einen stärkeren Praxisbezug der Lehrveranstaltungen vorsieht. Dieser


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