Fein ziselierte Powerwolken

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

MUSIK Die Wiener Bigband Nouvelle Cuisine tritt fünf Tage lang im Birdland auf. Der "Falter" sprach mit Co-Leader Christian Mühlbacher über das Programm und die Mühen, einen so großen Orchesterapparat am Leben zu erhalten. 

Wenn sich Bands nach grobem Unfug mit judeo-christlichem Glaubensgut benennen oder auffällig viele "ö" im Namen haben, darf man davon ausgehen, dass die Musik eher nicht nach vegetarischer Feng-Shui-Küche für Pottwalfreunde klingt. Die meisten Bandnamen aber verdanken sich einer Mischung aus Zufall, Zeitgeist und zerebralen Aussetzern der Bandchefs - Albernheiten, die nur auf Englisch irgendwie akzeptabel klingen und es so ermöglichen, auch noch mit Namen wie Die Türen, Tiefes Purpur oder Die Schmidts Musikgeschichte zu schreiben.

  Wenn sich eine Gruppe junger Musiker Nouvelle Cuisine nennt, würde man wohl auf ein Oboentrio mit einer dubiosen Neigung zu bunten Outfits und Jacques-Brel-Verhunzungen schließen. Damit liegt man freilich ordentlich daneben.


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