Die Verdostheit der Welt

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

KUNST Manfred Pernice folgt Bruno Gironcoli als Professor für Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste. Der "Falter" traf den deutschen Künstler in seiner aktuellen Wiener Ausstellung. 

Den Weg zu meinen skulpturalen Formen fand ich in einer Lebenssituation, die von der Alltagserfahrung eines in der Fabrik arbeitenden Mannes mit Frau und Kind geprägt war", erzählte Bruno Gironcoli vor einigen Jahren zur Entstehung seiner Kunst. "Als Jungmarxisten beschäftigte mich die industrielle Massenproduktion, die alle Menschen mit leicht wegwerfbaren Konsumdingen versorgt." Es ist erstaunlich, wie nahe dieser Ausgangspunkt Gironcolis dem Werk des fast vierzig Jahre jüngeren Künstlers Manfred Pernice steht, der den Kärntner Bildhauer jetzt auf der Akademie der bildenden Künste ablöst. Obwohl die Skulpturen des deutschen Künstlers keine Ähnlichkeit mit den monumentalen Plastiken Gironcolis erkennen lassen, ist auch aus Pernices Objektwelt die industrielle Massenfertigung als Bezugspunkt


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