Hastige Moderne

Kultur | JAN TABOR | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

BAUKASTEN Anmerkungen zur Architektur. Diesmal: Besuchen Sie Bukarest, solange es noch nicht renoviert ist. Rumänische Architektur mal zwei. 

Grob geschätzt befindet sich Wien auf halbem Weg zwischen Paris und Bukarest. Die Gründerzeit von Bukarest ereignete sich etwa ein halbes Jahrhundert später als jene von Wien, diese wiederum ein Vierteljahrhundert später als jene von Paris. Das in der Zwischenkriegszeit weit verbreitete Klischee, wonach Bukarest das Paris des Ostens sei, wird weiterhin gerne bemüht, entbehrt aber jeglicher Grundlage. Paris ist weit entfernt. In jeder Hinsicht.

  Die rumänische Hauptstadt war eine von vielen osteuropäischen Städten, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine rasante Umwandlung von einem Kaff in eine Großstadt erfuhr, die man als pulsierend und modern, mitunter sogar als "westlich" zu bezeichnen pflegte. Bukarest war und ist faszinierend als Bukarest.

  In der Zeit zwischen 1918 und 1939 stieg die Einwohnerzahl von 380.000 auf


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