Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

Sex

Die Liebesnacht (4) Die Liebesnacht hat, daher der Name, etwas mit Liebe zu tun. Das muss man dazusagen, weil es nicht selbstverständlich ist: Gemeinhin hat die Liebesnacht den Ruf, hauptsächlich sexuellen Interessen zu dienen. Natürlich geht's um Sex, da brauchen wir nicht lange herumzureden. Aber in der Liebesnacht, die ich meine, geht es auch um Liebe. Weder um eine große noch um eine kleine, sondern um eine eingebildete Liebe. Die Liebesnacht ist wie ein Traum, in dem man sich alles Mögliche vorstellen kann. Das Schöne daran: Es ist kein Traum. Das Problem dabei: Irgendwann wacht man trotzdem auf. W. K.

Fussball

Ach, Europa Das Europacup-Spiel Rapid gegen Sporting Lissabon war Depression pur. Beim Eingang zur Nordtribüne gab es unschöne Massenszenen, weil die Kartenlesegeräte defekt waren. Der Platz, den ich noch ergattern konnte, war der schlechteste im ganzen Stadion. Rapid hatte keinen guten Tag und nie wirklich eine Chance. Die Pauseneinlage - eine Showtanzgruppe aus Amstetten oder so - war so jämmerlich, dass die portugiesischen Fans in ungläubiges Gelächter ausbrachen. Und am Ende konnte man sich nicht einmal mit einer Austria-Niederlage trösten. Ach! W. K.

Mädchenzimmer

Altern wie Sophia Dass würdevolles Altern hart sein kann, hat uns Sophia Loren an ihrem Siebziger bewiesen. Diese einst schöne Frau saß da mit seltsam zurückgespanntem Gesicht und Riesendekolleté, gefüllt mit eigenartig drallem Busen, in einem knallengen roten Kleid bei Thomas Gottschalk und musste sich von der Quasselstrippe abtatschen lassen. Der fragte dann eine junge deutsche Schauspielerin, natürlich rein rhetorisch, ob sie mit siebzig so ausschauen wolle wie Sophia. Und die Ärmste war zu höflich, um der Loren laut ,Nein!' ins Silikon-Dekolleté zu schreien. Omas mit Riesenkunstbusen sind echt kein Vorbild. J. O.


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