TIER DER WOCHE

Furzheinis

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

Was 1991 als studentischer Jux begann, hat mittlerweile die Dimension einer weltweit berichteten Großveranstaltung angenommen: Der "IG-Nobel", auch Anti-Nobelpreis genannt. Eine Woche vor Bekanntgabe der eigentlichen Nobelpreisträger veröffentlicht die Zeitschrift "Annales of Improbable Research" in zehn Wissenschaftskategorien die Namen von Forschern, "deren Erkenntnisse nicht wiederholt werden können oder sollen". Ein Heidenspaß also, vor allem für jene, die seit langem vermuten, dass Universitäten Brutstätten für abgehobenen und unnützen Wissensmüll sind.

Das funktioniert so: In der Kategorie Biologie wurde heuer ein Team auf Grund folgender Publikation "ausgezeichnet": "Töne, die beim Hering (Clupea harengus) durch Freisetzung von Luftblasen produziert werden". Das klingt natürlich zu trocken, deswegen lautet die Begründung "weil Heringe sich offenbar durch furzen verständigen". Da sieht man direkt die Jury, die ihre Köpfe feixend wie die zwei MTV-Anti-Helden Beavis und


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