Das Leben lieben

ARMIN THURNHER | Extra | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

CONTRA LÜGE Weltberühmt, aber noch nicht bei uns: Der Hungaro-Amerikaner Stephen Vizinczey ist mit einem Roman und seinen literarischen Essays zu entdecken. 

Sein Vater wurde von den Nazis erschossen, sein Onkel von den Kommunisten. Er selbst floh nach dem Scheitern des Aufstands von 1956 aus Ungarn über Umwege nach Kanada, wo er, studierter Literaturwissenschaftler und angehender Autor, sich in einem völlig fremden Sprachumfeld wiederfand. "Als mir klar wurde, dass ich mit einemmal ein Schriftsteller ohne Sprache war, fuhr ich mit dem Aufzug zum obersten Geschoß eines hohen Gebäudes an der Dorchester Street in Montreal, um hinunterzuspringen. Als ich vom Dach schaute und mich vor dem Tod fürchtete, aber noch mehr davor, mir das Rückgrat zu brechen und den Rest meiner Tage im Rollstuhl zu sitzen, beschloss ich, lieber zu versuchen, ein englischer Schriftsteller zu werden."

  Schwer zu bestreiten, dass das dem 1933 geborenen Stephen Vizinczey (sprich: Wisinzei) gelungen ist. Mit

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