Miefende Revoluzzer

Extra | KIRSTIN BREITENFELLNER | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

PAMPHLET Sophie Dannenbergs lässt an der Generation der 1968er kein gutes Haar und ermöglicht so einen bizarren Schulterschluss zwischen der Großväter- und Enkelgeneration.

Mit Verve fiel das deutsche Feuilleton über Dannenbergs Erstling "Das bleiche Herz der Revolution" her: Als geistige Enkelin von Heinz G. Konsalik, die ein "bundesdeutsches Kettensägenmassaker" anrichte, bezeichnet Katrin Hillgruber Dannenberg in der Frankfurter Rundschau. Süffisant reitet Klaus Harpprecht auf dem Pseudonym und dem Studienaufenthaltsort Capri der 1971 geborenen Autorin herum, bezweifelt gar, dass eine "Schreiberin dieser Generation" wissen könne, wie es in den Studentenbuden von anno dazumal gerochen habe. Die Schärfe der Reaktionen spricht allemal gegen Harpprechts in der Zeit angestellte Vermutung, dass dieses Thema "uns" nicht mehr auf den Fingern brennen würde.

  Fürwahr, es ist ein glattes Parkett, auf das sich Dannenberg begibt, vor allem, weil sie die Protagonisten der Straßen- und


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