Explodierende Eigenheime

Extra | MARTIN DROSCHKE | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

DEPRESSION Drei Fäuste für ein heiles Leben: Kathrin Groß-Striffler, Véronique Olmi und Aglaya Veteranyi zeigen überzeugend, dass es mit dem Glück auf dieser Welt nicht weit her ist. 

Wie merkt man eigentlich, dass man lebt?", jammert ein Buch, nach dessen Kauf es ratsam ist, einen Schnapsladen zu konsultieren, um ein Maß an Trostlosigkeit hinunterzuspülen, das im nüchternen Zustand kaum zu ertragen ist. Aglaya Veteranyis "Vom geräumten Meer, den gemieteten Socken und Frau Butter" ist der brutalste von drei Prosabänden, die dem massentherapeutischen Heilsversprechen des positiven Denkens eine barsche Abfuhr erteilen. Drei Prosabände erster Güte, die es mit Hochprozentigem zu begrüßen gilt. Veteranyi: "Meine Geburt fand im engsten Familienkreis statt. Nur ich war anwesend. Am falschen Ort und zur falschen Zeit, anders lässt sich dieser Umstand nicht erklären."

  Nach zwei fulminanten Romanen präsentiert Kathrin Groß-Striffler in "Herr M. und der Glaube ans Glück" detailbesessene


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