Phosphor, Glas, Papier

Extra | KLAUS KASTBERGER | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

HORROR Georg Klein schickt seine fünf Freunde auf eine Abenteuerreise in eine unappetitliche Welt. Und erntete er den Vorwurf, die Sache der Literatur verraten zu haben. 

Ulrich Greiner war not amused. In einer harschen Polemik rechnete der ansonsten eher besonnene Kritiker vor wenigen Wochen in der Zeit mit dem neuen Buch des bundesdeutschen Autors Georg Klein und mit der anhaltenden Lobpreisung desselben durch die Kollegenschaft ab. Der als Horrorroman vermarktete Neuling "Die Sonne scheint uns" verursachte in Hamburg einen Horror der anderen Art, und tatsächlich würde es dem Inhalt dieses Buches angemessener sein, wenn man es künftig unter dem leicht modifizierten Titel "Die Sonne scheint uns nicht" ansprechen würde.

  Die in Kleins Büchern versammelte Finsternis findet Greiner schlichtweg unerträglich: Ein Urschlamm aus - wie er meint - brauner Vergangenheit, abwegigen Pornos und schlüpfrigen Andeutungen, der im neuen Werk noch einmal spekulativ aufgequirlt wird. Für Greiner


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