Diwan mit Holzwurm

Extra | DANIELA STRIGL | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

EXOTIK In "Drei Männer" nähert sich Walter Grond einer faszinierenden Frau des Fin de Siècle an. 

Es gehört eine gute Portion Frechheit dazu, eine Geschichte über drei Männer "Drei Männer" zu nennen und im Nachwort kundzutun, dass sie von Musils Novellen "Drei Frauen" inspiriert sei. Aber man weiß ja: Frechheit siegt. Walter Gronds Buch ist eigentlich gar keine Geschichte über drei Männer, sondern eine Geschichte über eine Frau, für die drei Männer als literarische Steigbügelhalter fungieren. Und Gronds Text ist auch keine "Novelle", wie es im Untertitel heißt, sondern eine Erzählung in drei Episoden. Schon gar nicht ist "Drei Männer" eine "digitale Novelle", wie das wiederum das Nachwort behauptet, es ist ein handfestes Stück Literatur, das genauso gut mit Bleilettern gesetzt sein könnte.

  Grond hat sich auf der Suche nach einem literarischen Stoff einmal mehr im Morgenland umgeschaut und ist gleich vor der Haustür fündig geworden. Seine Protagonistin Djavidan Hanum


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