Der Trüffelfisch

BERNHARD FETZ | Extra | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

AUTOBIOGRAFIE Die neu aufgelegte "Erzählung eines Lebens" von Franz Blei (1871-1942) zeigt einen wachen Literaturmenschen, einen scharfsichtigen Charakterologen und erotisierenden Frauenverächter. 

DER BLEI. Ist ein Süßwasserfisch, der sich geschmeidig in allen frischen Wassern tummelt (...) Unser Fisch isst sehr mannigfaltig aber gewählt, weshalb er auch, in Analogie zu jenem Schweine, der Trüffelfisch genannt wird wegen seiner Fähigkeit, Leckerbissen aufzuspüren."

  Der 1871 in Wien geborene Franz Blei war eine der zentralen Figuren im Literaturbetrieb der Jahre zwischen 1900 und 1930. Er war umtriebiger Publizist, Lektor und Herausgeber der Werke des in völlige Vergessenheit geratenen Jakob Michael Reinhold Lenz; er förderte und entdeckte Autoren wie Kafka, Musil, Broch und Robert Walser. Als Übersetzer französischer Autoren wie Stendhal, Baudelaire, Claudel oder Gide versuchte er die französische Literatur ins oft verbiestert provinzielle und chauvinistische wilhelminische

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