Von innen zerfressen

Extra | ROBERT MISIK | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

Religionskrieg Wenn die Islamisten den Westen nicht hätten, müssten sie ihn glatt erfinden: Gilles Kepel und Fouad Allam beschreiben die paradoxe Struktur des Dschihadismus in einer global vernetzten Welt. 

Das Unternehmen, die "arabische Welt" zum Schwerpunkt der diesjährigen Frankfurter Buchmesse zu machen, ist ein ebenso ambitioniertes wie riskantes Projekt. Die Erwartungen jedenfalls sind hoch: Die Regimes und Eliten des arabischen Raums möchten ein wenig jenes Image zurechtrücken, das sie zum Hort der Rückständigkeit und des großen Terroristennests gemacht hat.

  Die aufgeklärten Europäer wiederum wollen sich beruhigen lassen und hören, dass der Islam vor allem eine große Kultur und Heimat von Feingeistern ist und nicht bloß von Fanatikern, die Andersdenkenden die Köpfe absäbeln. Zugleich soll aber doch etwas über die arabische "Gefahr" in Erfahrung gebracht werden: Die Literatur dieser fremden Welt würde gewiss irgendwie helfen, den Feind zu verstehen.

  Es herrscht


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