Geschichte des Ausweises

Das papierne Doppel

OLIVER HOCHADEL | Extra | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

Anseiim Chukwugozie Udezue, geboren am 3. Oktober 1967, kommt aus Britisch-Honduras. Das steht zumindest auf seinem Ausweis und der ist übersät mit Wasserzeichen, Stempeln, den Vermerken "secure" und "valid" und einer Unterschrift. Diese geballte Ladung an Sicherheitsmerkmalen hat die Beamten in Österreich, Deutschland und der Schweiz überzeugt: Sie stellten ihm 1998 jeweils ein dreimonatiges Touristenvisum aus. Erst bei der Weiterreise am Züricher Flughafen traf er auf einen geografiekundigen Grenzbeamten. Britisch-Honduras findet sich auf keiner Landkarte.

  Der Reisepass ist eine der wirkungsmächtigsten Erfindungen des Mittelalters, und Valentin Groebner, Historiker aus Luzern, hat ein spannendes Buch über den "Schein der Person" geschrieben. Seine noch heute aktuelle Leitfrage lautet: Wie wird die Kluft zwischen der Person und ihrem Ausweis geschlossen?

  Groebner interessiert sich für die materielle Kultur der Ausstellung und Überprüfung von Ausweispapieren zwischen dem

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