Che, Dutschke und das "Shit-in"

Extra | MARTIN DROSCHKE | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

Deutschland 1968 Vier Neuerscheinungen stellen sich auf sehr unterschiedliche Weise den Geschehnissen in Deutschland rund um 1968 - einmal uneinsichtig, einmal differenziert, einmal parteiisch und einmal allzu fragmentarisch. 

Die radikale Linke hat abgewirtschaftet. Sie existiert. Aber nur noch in Gestalt von konzeptarmen Globalisierungsgegnern und ein paar letzten Fossilien aus einer anderen Zeit. So wie Inge Viett, die sich noch immer um das Eingeständnis herumdrückt, dass sie als Mitglied der Stadtguerilla-Fraktionen "Bewegung 2. Juni" und RAF nicht die Weltrevolution, sondern den Überwachungsstaat herbeigebombt hat. In "Morengas Erben" reist sie nach Namibia, wo sie das Terrain für eine weitere Schlacht für eine sozialistische Gesellschaft auskundschaftet. Das Land wird als geeignet empfohlen.

  Verstehe heute einer, wie es dazu kommen konnte, dass von 1968 an Kohorten junger Leute Ideale durchboxen wollten, die sich in der Rückschau als so totalitär entlarven, dass man ein


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