Schauen und Sprechen

Extra | WOLFGANG KOCH | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

KUNSTKRITIK In den 13 Essays seines neuen Buches "Forschende Denkweisen" entschlüsselt Christian Reder eine ganze Generation der Gegenwartskunst. 

Dass sich Hugo Ball von seiner Affinität für das Mystische überwältigen hat lassen, dürfte bekannt sein. Dass hingegen bei Kleidung das Unsichtbarste das Wichtigste ist, hat sich vielleicht noch nicht überall herumgesprochen. Das sind zwei von Hunderten Nebenbemerkungen im neuen Essayband von Christian Reder, Ordinarius für Kunst- und Wissenstransfer am Institut für Medienkunst der Universität für angewandte Kunst.

  Der Band "Forschende Denkweisen" enthält 13 Essays, die einen exzellenten Einblick in die künstlerische Produktionswelt zweier Jahrzehnte geben. Dass darin Künstler im Mittelpunkt stehen, mit denen das Sammlerehepaar Ingrid und Christian Reder befreundet ist, gereicht dem Werk kaum zum Nachteil. So erhalten unzählige in Ateliers und auf gemeinsamen Reisen geführte Gespräche nachträglich den notwendigen intellektuellen


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