WISSENSCHAFT UND GESELLSCHAFT

Die Einbildung der Forscher

Extra | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

Public Understanding of Science" (PUS) - so lautete bis vor einigen Jahren das offizielle wissenschaftspolitische Credo, wenn es um das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft ging. PUS hat mittlerweile ausgedient, nicht nur weil sich der Zusammenhang von mehr wissenschaftlicher Kenntnis und mehr Zustimmung für Wissenschaft keineswegs als eindeutig erwiesen hat. Im Gegensatz zu diesen Bemühungen, die in erster Linie die Öffentlichkeit im Auge haben, schlägt die Wissenschaftsforscherin Helga Nowotny mit ihren Kollegen Peter Scott und Michael Gibbons einen ganz anderen Ansatz vor: Sie wollen "Wissenschaft neu denken", so der Titel ihrer seit kurzem auf Deutsch vorliegenden Studie. Wie aber kann die Wissenschaft ihre Legitimationskrise abschütteln, wenn PUS nicht hilft? Nowotny, die Vorgängerin von Michael Hagner an der ETH Zürich, meint mit ihren britischen Kollegen, dass die Wissenschaft in Hinkunft nicht nur zuverlässiges Wissen produzieren wird, wie sie das bisher getan hat,


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