Abklärung der Aufklärung

Extra | KURT KOTRSCHAL | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

WELTVERBESSERUNG Der Biologe Rupert Riedl tritt mit seinem neuen Buch "Kein Ende der Genesis. Wir und unsere Staaten" wieder einmal dazu an, die Welt zu retten. 

Wie auch weiland Konrad Lorenz ist Rupert Riedl kein Naturwissenschaftler im eigentlichen Sinn, sondern eher ein Denker und Seher. Daher sollte man sich nicht allzu sehr daran stoßen, dass die Weltsicht des Biologen eine eher subjektive ist. Bei Riedls Büchern geht es demgemäß weniger um falsch oder richtig, sondern um seine kritisch zu befragende Meinung. Das ist nicht gering zu schätzen, vermag aber auch nicht, alle Ärgerlichkeiten seines neuesten Buches zu entschuldigen. Aber dazu später.

  Mit "Kein Ende der Genesis", das den Untertitel "Wir und unsere Staaten" trägt, wildert der Meeresbiologe wieder einmal kräftig in fremden Revieren. Und er macht das recht gut, gerade weil er Biologe ist und versucht, unser biologisches Gewordensein mit Staatlichkeit in Verbindung zu setzen. Das Buch enthält eine ideen- und erkenntnisgeschichtliche


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