Die Saat des Bösen

IRENE KALCHHAUSER | Extra | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

GENTECHNIK Jeffrey M. Smith prangert den unverantwortlichen Umgang US-amerikanischer Großkonzerne mit genmanipulierten Nahrungsmitteln an. 

Einschüchterung und Mobbing von Wissenschaftlern. Drohbriefe gegen Verlage, die kritische Artikel drucken. Monsterprozesse gegen Zeitungen und Fernsehsender. Kontrolle der freien Presse. Und all das gerade in den USA. Erin Brockovich, Teil II? Man könnte einen Umweltthriller daraus machen - wenn sich denn jemand traute, ihn auszustrahlen ... Das ist jedenfalls die Ansicht des Autors von "Trojanische Saaten".

  Jeffrey M. Smith malt in seinem Buch ein wahrlich düsteres Bild der Biotechnologieszene in den USA. Anhand von Wissenschaftlerschicksalen gibt der Umweltaktivist und Gründer des Institute for Responsible Technology Einblick in die Mechanismen und Kräfte einer Industrie, die gerne im Hintergrund arbeitet. Auf die tatsächlichen, konkreten Risiken genmanipulierter Nahrung geht er erst ein, nachdem er den Leser mit seinem Biotechkrimi entweder

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