Vertreibung aus dem Paradies

SEBASTIAN FASTHUBER | Extra | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

MUSIKINDUSTRIE Einst war er das Wunderkind der Plattenindustrie. Jetzt erzählt Tim Renner von ihrem Tod - und glaubt an ein Leben danach. 

Heute wäre einer wie Tim Renner undenkbar. Als der deutsche Musikmanager vor knapp zwanzig Jahren seine außergewöhnliche Karriere startete, war die Plattenindustrie jedoch noch nicht platt, sondern ein sehr einträgliches Geschäft. Solang, die Umsätze stimmten, konnten es sich die Chefetagen der großen Labels auch leisten, die eine oder andere Position mit echten Musikfreaks zu besetzen. Mit Typen wie Tim Renner. Und so startete dieser 1986 bei Polydor seine Laufbahn.

  Renner war einer dieser musikverrückten Gymnasiasten, der bereits während seiner Schulzeit ein Fanzine in Kassettenform herausgab. Popmusik wurde zu dieser Zeit von Musikintellektuellen um Zeitschriften wie Spex und das kurzlebige Pendant Scritti, für das Tim Renner schrieb, als subversive Kunstform verstanden. Sie ließ sich nicht mehr von vornherein in gute und böse Musik,

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