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Extra | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

Working Class Hero Der französische Autor und Filmemacher Jean-Pierre Gorin zählt zu den idiosynkratischsten Aktivisten der Sechziger- und Siebzigerjahre; damals gründete der Le-Monde-Journalist (der über die Theorien Althussers, Lacans und Foucaults zur Politik gekommen war) gemeinsam mit Jean-Luc Godard die "Groupe Dziga-Vertov", die sich einem militant linken, kollektivistischen Filmschaffen verschrieb. Nach Filmen wie "Tout va bien", "Letter to Jane" oder "Ici et ailleurs" gingen die beiden künstlerisch getrennte Wege; Gorin übersiedelte nach Kalifornien und entwickelte, gemeinsam mit dem Filmkritiker Manny Farber, Lectures über Filmgeschichte, Politik und Gesellschaft. Bei der Viennale ist Gorin der erste Gast einer "Working Class" genannten neuen Schiene: Neben der Schau seiner Filme hält Gorin im Festivalzentrum in der Urania eine Serie dreier Vorträge und Workshops ab. Thema sind die Vereinigten Staaten am Vorabend der Wahl; angekündigt ist "eine Reise durch ihre soziopolitische

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