Basar-Ost

Extra | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

DOKU "V temnote" und "Jarmark Europa" erzählen von Strategien des Überlebens im postkommunistischen Russland. 

Es kommt nicht darauf an, Antworten zu geben, sondern die richtigen Fragen zu stellen", hat Agnès Varda einmal über ihre dokumentarische Arbeitsweise gesagt. Dieser Satz, ebenso wie Vardas Dokumentarfilm "Les Glaneurs et la Glaneuse", drängen sich angesichts von Minze Tummescheits essayistischem Reisetagebuch "Jarmark Europa" immer wieder ins Gedächtnis: Denn wie Varda nähert sich auch die junge Berliner Regisseurin dem großen Thema Armut aus einer sehr persönlichen Position, begibt sich wie diese mit der Kamera mitten ins Geschehen, lässt sich von der eigenen Neugier leiten, mischt sich ein und wird so selbst zum wichtigsten Agens der filmischen Erzählung.

  Der räumliche Mittelpunkt des Films ist ein ehedem "Jarmark Europa" genannter Basar im Warschauer Dziesieciolecia-Stadium, der größte private Warenumschlagplatz Osteuropas. Tummescheit ist spürbar fasziniert


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