Erinnerungsbilder für die Zukunft

CONSTANTIN WULFF | Extra | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

ZEUGENSCHAFT Rithy Panhs Filmschaffen ist ein einzigartiges Projekt zum Verhältnis von Geschichte und Gedächtnis. Mit "Les gens d'Angkor" stellt der Regisseur aus Kambodscha sein jüngstes Meisterwerk vor. 

Er habe, sagt Rithy Panh, immer nur Filme über das Gedächtnis Kambodschas gemacht ("sur la mémoire du Cambodge"). Und es sei ihm stets weniger um die Rekonstruktion von Vergangenem zu tun gewesen als um das Herstellen von Zeugenschaft ("produire du témoignage"). Erinnerungsarbeit, Vergegenwärtigung: Die Filme des kambodschanischen Regisseurs Rithy Panh sind bewundernswerte Beispiele für ein Kino, das bei der Beschäftigung mit Zeitgeschichte stets auf die Gegenwart zielt. Spätestens mit seinem aufwühlenden Film über die Todeslager Pol Pots, "S 21 - La machine de mort Khmère Rouge", der ihn international bekannt gemacht hat, ist deutlich geworden, dass das Filmschaffen Panhs ein einzigartiges Projekt zum Verhältnis von Geschichte und Gedächtnis ist. "Die Historiografie",

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