Look Back in Anger

Extra | MICHAEL LOEBENSTEIN | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

MUSIK Zwei aktuelle Dokumentarfilme beweisen, dass sich das Genre des Musikfilms auch heutzutage nicht in Konzert-DVDs erschöpfen muss. 

Heiliger, heilsamer Zorn: "St. Anger" hieß das letzte Album der Trash-Metal-Pioniere Metallica. Dass der Zorn nicht allein eine dem Genre geschuldete Floskel ist, verdeutlicht "Metallica: Some Kind of Monster", ein Dokumentarfilm des US-Regieduos Joe Berlinger und Bruce Sinofsky. Der Film hebt mit der Feststellung an, dass der größte Konzert-Act der Neunzigerjahre (die Aufnahmen von Stadien voller brüllender Fans machen schwindlig!) in einer Identitätskrise steckt und deshalb einen Therapeuten engagiert hat. Womit klar ist, dass sich "Some Kind of Monster" auf ganz gravierende Art und Weise vom Gros der zeitgenössischen Musikfilme unterscheidet. Nicht nur, dass der Film statt multipler High-Definition-Kamerawinkel (die sich in tupfgleicher Form auf allen aktuellen Konzert-DVDs wiederfinden) im vergleichsweise armseligen DV-Format gedreht ist, nein!


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