Lost in Space

Extra | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 41/04 vom 06.10.2004

DEBÜTFILME "Chain", "Trona" und "Dandelion" erzählen vom Horror Vacui des American Dream. 

Man stelle sich vor: der Zug der Siedler durchs amerikanische frontier land, der sich hineinbewegt in eine Landschaft, deren Weite von den unbegrenzten Möglichkeiten erzählt, von der Freiheit und von der Zukunft einer Nation. Kurz, jene Urszene des Western, mit der Hollywood dem amerikanischen Gründungsmythos sein Tribut zollt. Dieses Bild sollte man im Kopf behalten, wenn man "Chain" von Jem Cohen, "Trona" von David Fenster oder "Dandelion" von Mark Milgard gegenübertritt. Denn so unterschiedlich diese drei Filme auch sind, ein Merkmal haben sie gemeinsam: Sie alle erzählen von der Verlorenheit des Menschen in der räumlichen Weite. Und zeigen dabei, wie sich der Traum von den grenzenlosen Möglichkeiten auf einmal zum Albtraum gewandelt hat.

  Da ist einmal "Trona", das digital und mit geringem Budget gedrehte Debüt des Kaliforniers David Fenster, das auf der Viennale seine Weltpremiere


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige