WAS WAR/KOMMT/FEHLT

Politik | aus FALTER 42/04 vom 13.10.2004

WAS WAR

Sesselsägen bei den Jungen Bei den Jugendorganisationen von ÖVP und SPÖ standen die Chef(-innen-)posten zur Disposition. Das Ergebnis: Die Nationalratsabgeordnete Silvia Fuhrmann bleibt JVP-Obfrau, sie wurde vergangenes Wochenende mit mehr als sechzig Prozent wiedergewählt. Ihr Programm: Sechs Monate Zivildienst sind genug, weniger als 400 Euro für einen Lehrling zu wenig und die Türkei gehört noch lange nicht in die EU. Der neue Vorsitzende der SJ wird Ende des Monats gekürt. Einziger Bewerber ist Ludwig Dvorak aus Wien-Wieden.

WAS KOMMT

Grünes Misstrauen gegen Josef Pröll Vorbei ist es mit der schwarz-grünen Freundlichkeit: Am Mittwoch bringt Eva Glawischnig im Parlament einen Misstrauensantrag ein, den ersten, seit sie Umweltsprecherin der Grünen ist. Denn: "Ich bin angefressen." Ziel und Grund von Glawischnigs Zorn: Lebensminister Josef Pröll. Der habe sich, meinen die Grünen, sowohl beim Ökostrom- als auch beim Gentechnikgesetz über den Tisch ziehen lassen. Falls er mit der Wirtschaft und dem dafür zuständigen Minister, Martin Bartenstein, überhaupt je ernsthaft verhandelt und sich nicht gleich für ein "Scheingefecht" hergegeben habe. Die ÖVP findet die Kritik an Pröll jun. "mehr parteistrategisch motiviert als inhaltlich begründet". Der Minister käme beim grünen Publikum zu gut an.

WAS FEHLT

Englischkenntnisse Gehrers Bildungsministerin Elisabeth Gehrer schrieb einen Brief an alle Erstklassler in den Gymnasien - auf Englisch. Darin fordert sie die Kinder auf, Initiativen zu ergreifen und dafür Zeugnisse zu sammeln. "Dear pupils", schreibt die Oberlehrerin, "now that you have completed your primary schooling, you are entering a new stage in your lives (...). All schools have a lot to offer. (...) You all can devote yourselves to tasks which are not marked in your report cards - wether you act as milk monitors, speakers of your classes or of the Red Cross Youth." Well.


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