Bilanz eines Europäers

Politik | ARMIN THURNHER und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 42/04 vom 13.10.2004

EU Franz Fischler, Österreichs scheidender EU-Kommissar, über türkische Bärte und anatolische Dörfer, die Zeiten mit BSE und Sanktionen und darüber, wie er einmal nicht Kanzler wurde. 

In seinen beinahe zehn Jahren als EU-Kommissar durchlebte Franz Fischler turbulente Zeiten. 1996 musste der gebürtige Tiroler die BSE-Krise bewältigen, er trotzte den wütenden britischen Bauern, die damals vom weltweiten Exportverbot für ihr Beef nichts hören wollten. Drei Jahre später musste die gesamte Kommission wegen einer Reihe von Skandalen zurücktreten. Als Einziger wurde der Österreicher wieder mit demselben Amt betraut - weil Fischler gute Arbeit geleistet hatte, bekam er zu den Bauern sogar noch die Fischer und war ab sofort Herr über mehr als die Hälfte des EU-Budgets.

  Gegen den Widerstand der Agrarlobby zog Fischler Reformen durch. Während mit der früheren EU-Förderpolitik Getreideberge und Milchseen produziert wurden, werden nun Dienstleistungen für Umwelt und ländliche


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