Frei und willig

Politik | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 42/04 vom 13.10.2004

SOZIALDIENST Jugendliche sind netter, als man glaubt: Sechs von zehn würden für eine Hilfsorganisation arbeiten - wenn das Geld stimmt. 

Kranke füttern, Alten zuhören, Behinderte beschäftigen: Sechs von zehn Jugendlichen würden das freiwillig machen. Sagen sie. Nach einer neuen Umfrage des Fessel-Instituts können sich 59 Prozent der Burschen und Mädchen zwischen zwölf und 24 Jahren vorstellen, Sozialdienst zu leisten. Sie erhoffen sich davon "neue Erfahrungen" (74 Prozent) und "bessere Chancen auf einen Ausbildungsplatz" (neun Prozent), etwa an der Sozialakademie. Ihre Bedingungen lauten: "volle soziale Absicherung" (37 Prozent) und "angemessene finanzielle Abgeltung" (46 Prozent). Darunter verstehen sie wahrscheinlich mehr als die 180 Euro monatlich plus Essensgeld (bei manchen Hilfsorganisationen nur 4,50 Euro am Tag), die Zivildiener derzeit bekommen. Allzu lange hinziehen sollte sich die Sache auch nicht: Nur ein Drittel würde bis zu einem Jahr dienen, ein weiteres Drittel


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