Imperialismus light

Politik | ROBERT MISIK | aus FALTER 42/04 vom 13.10.2004

US-WAHLEN Gut möglich, dass demnächst ein Demokrat das Weiße Haus regiert. Wer hofft, dann herrsche wieder Friede, Freude, Eierkuchen, könnte eine Überraschung erleben. Amerika bleibt, was es ist: die Hypermacht mit globaler Ausnahmestellung. 

John F. Kerry lag weit abgeschlagen zurück. Schon spekulierten viele, er würde seine Kandidatur noch vor der heißen Phase zurücklegen. Erst als kaum mehr jemand einen müden Cent auf ihn setzte, lief der Bewerber zur Hochform auf. Ein "echter Kerry-Wahlkampf" war das eben, freute sich der Kandidat hinterher - müde zu Beginn, gut im Endspurt.

  So liefen die Dinge vergangenes Jahr, als die Ausscheidungskämpfe um die Präsidentschaftsnominierung der Demokraten begannen. Howard Dean, der ehemalige Gouverneur von Vermont, lag in den Umfragen mit derart komfortablem Vorsprung vor dem Feld der Verfolger, dass seine Nominierung allseits als fix angenommen wurde. Doch dann drehte "Comeback-Kerry" (Kerry über Kerry) das Rennen um. Das war nicht


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