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Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 42/04 vom 13.10.2004

JUSTIZ Ein neues Gutachten im verschleppten Fall Cheibani Wague verwirrt. 

Misshandlungsvorwürfe müssen laut Anti-Folter-Konvention "unverzüglich" untersucht werden. Doch die Justiz kann den Fall des im Stadtpark unter den Füßen von Einsatzkräften zu Tode gekommenen Cheibani Wague auch nach 16 Monaten nicht abschließen. Schuld daran, so die Staatsanwaltschaft, sei Gerichtsmediziner Daniele Risser. Zweimal sei er gemahnt worden, seine Expertise abzugeben. Doch er ließ sich fast ein Jahr Zeit, um ein sechs Seiten starkes Ergänzungsgutachten zu erstatten. Vergangene Woche lieferte Risser seine Expertise ab. "Ein Skandal", rügt Manfred Hochmeister, der neue Chef der Gerichtsmedizin, seinen säumigen Kollegen. Risser weist die Vorwürfe zurück: "Der Fall war sehr komplex und ich war auch mit anderen Fällen beschäftigt, wo Leute in Haft saßen. Ich will nicht den Eindruck entstehen lassen, ich hätte die Sache absichtlich verzögert."

  Während die Republik in dieser Causa bereits


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