Paths of Glory

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 42/04 vom 13.10.2004

MUSIK  Das Clash-Album "London Calling" feiert seinen 25. Geburtstag - und erlaubt einen neuen Blick auf einen magischen Moment der Popgeschichte. 

Gleich zu Anfang des zweiten Kapitels der dem Reissue von "London Calling" beigelegten DVD findet sich eine unbezahlbare, nie zuvor gesehene Szene von den Aufnahmen in den Londoner Wessex Studios: Der junge Joe Strummer steht vor dem Mikro. Mit beiden Händen klammert er sich an den wackeligen Schalldämmwänden fest. Am Rücken seiner Lederjacke prangt ein Totenkopf, ein Bein schwingt zum Rhythmus des Backing Tracks in seinen Kopfhörern. Strummer bricht einen verpatzten Take von "Four Horsemen" ab. Produzent Guy Stevens spornt ihn mit besoffenem Gestammel an, taumelt unkontrolliert umher, rüttelt an einer der Trennwände. Strummer wendet sich besorgt an Stevens: "Pass auf, du wirst noch deinen Kopf da durchstecken." "Ich weiß, das ist Glas", brabbelt Stevens verlegen und trommelt auf die Scheibe: "Ich höre deiner Stimme zu."

  Die tragische

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