AUFGEBLÄTTERT

Kultur | MARTIN DROSCHKE | aus FALTER 42/04 vom 13.10.2004

Der ideologische Flickenteppich, auf dem sich eine illustre Schar von Berufsprovokateuren vor 1933 tummelte, um nach der Revolution zu greifen, ist das Steckenpferd der Hamburger Edition Nautilus. Seit dreißig Jahren publiziert das Verlagskollektiv immer wieder Titel über die Protagonisten aus der vitalen Kampfzeit zwischen der 2. Kommunistischen Internationale von 1889, Stalins Aufstieg zum Alleinherrscher und der Machtübernahme Hitlers, die für die Subversiven und ihr Netzwerk das Aus bedeutete. Erklärtes Ziel ist es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass die Konkurrenz ganz unterschiedlicher Schulen 1929 nicht zwangsläufig zu Stalin hätte führen müssen. Die Autoren, die für die Zeitschrift Die Aktion geschrieben haben, agitierten mitunter massiv gegen die Pervertierung der Marx'schen Ideen zur Diktatur. Franz Pfemfert hatte das Magazin 1911 ins Leben gerufen, um in den folgenden zwei Jahrzehnten möglichst viele Expressionisten, Dadaisten, Anarchisten, Trotzkisten, Leninisten

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