Wabern, seelenvoll

Stadtleben | WOLFGANG PATERNO | aus FALTER 42/04 vom 13.10.2004

WELLNESS Der Körper-Geist-Seele-Verein Shambhala feiert sein 20-jähriges Bestehen.

Es ist ein langer Weg von der Rumpelkammer im zweiten Stock zum repräsentativen Büro im Erdgeschoß, wo zwar nicht Heilquellengeplätscher zu hören ist, durchaus aber Beruhigendes durch die Räume wabert. 1984 installierten ein paar Unerschütterliche in der Josefstädter Straße 5 ein, so würde das heute heißen, Office. Waren mehr als fünf Leute in diesem Büro-Küche-Raum anwesend, herrschte Platznot. In einer zutiefst feindlichen Umwelt - man stelle sich vor: 1984, eine grüne Partei gab es nicht, dem "Spinner"-Verdacht der vox populi war man unentwegt ausgesetzt - war diese klamme Kammer die Trutzburg. Wien, so lautete die Parole, muss sich mit Tai Chi, Reiki, Shiatsu, Yoga, Tantra, Qigong, mit all den fernöstlichen Körper- und Gesundheitslehren vertraut machen. Ob es will oder nicht. Getauft wurde das Gesundheitszentrum "Shambhala", bis heute ist nicht ganz klar, was der Name bedeutet. Fragt


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