TIER DER WOCHE

Pudelwohl

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 42/04 vom 13.10.2004

"... knurre nicht Pudel, zu den heiligen Tönen, die jetzt meine Seele umfassen, will dein tierischer Laut nicht passen ..." Goethe, Faust

Oft stellt sich beim Betrachten der Welt die Frage, wozu denn das eine oder andere Tier nützlich sei. Das entbehrt natürlich nicht einer gewissen Retro-Optik, wenn man das Modell eines völlig anthropozentrischen Weltbilds wieder aufgreift. Oder hat sich der- oder diejenige, gegen diese Einbahnstraße denkend, auch schon mal gefragt, wozu Menschen für den Rest der Welt nützlich sind? Na ja, das ufert jetzt doch ein bisschen aus und lappt in das Ressort "Weltschmerz" hinein. Das soll nicht sein, denn die p.t. Leserschaft verlangt nach klaren Antworten. Also. Die Schwierigkeit besteht ja nicht darin, den Nutzen bekannter Haustiere zu erklären, sondern eben jenen Tieren ihren sinnhaften Platz in der Natur zuzuweisen, die einfach nur existieren, ohne dass wir aus ihnen Nahrung, Kleidung, Medizin oder zumindest soziale Nähe gewinnen können. Dass sich


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