Arbeiten nach Cage

CHRISTOPHER WURMDOBLER | Extra | aus FALTER 43/04 vom 20.10.2004

VIEL LÄRM UM NICHTS Das Leipziger Duo frankfurter küche erarbeitet eine Partitur à la John Cage. 

Wer ein wenig um den Mythos des Zustandekommens von Cages "Variations VIII" wisse, weil er oder sie Sinn für den Humor des amerikanischen Komponisten habe, heißt es in der Projektbeschreibung von "Viel Lärm um Nichts", könne sich vorstellen, was von dem Open Lab zu erwarten ist, das die frankfurter küche in Zusammenarbeit mit dem Tanzquartier bei Wien Modern zeigen wird. Wer weder Cage noch das Performance- und Theorieduo kennt, wird sich womöglich wundern.

  Es war John Cages erster Auftritt in Deutschland. Die Veranstalter hatten Cage mitgeteilt, er müsse überhaupt nichts mitbringen, kündigten jedoch gleichzeitig ein Konzert an. Der Komponist improvisierte schließlich mit Kollegen, den räumlichen Gegebenheiten und Gegenständen, die sie dort vorfanden. Erst nachträglich notierte Cage den Abend als "Variations VIII" - die Partitur gilt als öffentliches Bekenntnis dazu,

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