Geisterwelt Wien

Extra | RAINER LEPUSCHITZ | aus FALTER 43/04 vom 20.10.2004

ALFRED SCHNITTKE Gidon Kremer gedenkt des Komponisten, der eine lange, enge Beziehung zu Wien hatte. 

Nach der öden, abseits der Zeit liegenden Scheunenstadt Engels nun das geschichtsbeladene Wien, jeder Tag ist ein Glückserlebnis." Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg kam Alfred Schnittke aus der russischen Provinzstadt Engels nach Wien, wo sein Vater drei Jahre lang als Journalist bei der Österreichischen Zeitung arbeitete. Der Zwölfjährige erhielt Klavierunterricht und sammelte begierig musikalische Eindrücke: "Ich höre die ,Walküre' und die ,Entführung aus dem Serail' in der Staatsoper, ich höre Beethovens Neunte mit Josef Krips und Bruckners Siebente mit Otto Klemperer - und möchte Komponist werden." Schnittke, dessen Vater in Deutschland geboren wurde, fühlte sich in Wien heimischer als in der Sowjetunion, sein Name erschien hier nicht ungewöhnlich; der Russisch sprechende Bub beherrschte auch Deutsch und konnte sich mit den Menschen verständigen.

  Viele Jahre


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