Liebe Leserin, lieber Leser!

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 43/04 vom 20.10.2004

Ich glaube an Zufälle. Sie nicht? Oder dämmert Ihnen, lieber Leser, liebe Leserin, etwas, wenn ich hier zwanglos das Wort "Sparpaket" erwähne? Nein? Mir würde, ehrlich gesagt, auch nichts dämmern, hätte mir nicht soeben die Geschäftsführung die Kopie eines Vorworts aus meiner Feder überreicht, das noch vor Zeiten des elektronischen Archivs geschrieben wurde. 1995!

  Schön, einen neun Jahre alten Text überreicht zu bekommen, ohne einen runden Geburtstag zu haben. Nett, dass sich die an ein paar Formulierungen so sehr erfreuen, dass sie sie neun Jahre lang aufbewahren! Damals, lese ich, war viel die Rede von Sparpaketen. Ein gewisser Wolfgang Schüssel, ein Mann, der niemals Kanzler werden würde, hatte gerade ein solches Sparpaket mitbeschlossen und dann eine Wahl vom Zaun gebrochen, weil ihm die Sparerei zu wenig weit ging. Die Wahl verlor er, und es begannen seine vergessenen Jahre als Vizekanzler. Ah, ich hab's, die von der Geschäftsführung wollen mir Geschichtsnachhilfe


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