HERO DER WOCHE

Christian Konrad

Politik | aus FALTER 43/04 vom 20.10.2004

Raiffeisen-Chef Christian Konrad nannte einen ganz simplen Grund, weshalb er sich die Zusatzarbeit antut: "Wir können da nicht zuschauen." Also ließ der Raiffeisen-Generalanwalt das Kurier-Haus in der Lindengasse und ein weiteres im 2. Bezirk adaptieren und schuf auf die Schnelle Quartiere für 150 Flüchtlinge. Während die Notbetten in die Raiffeisen-Häuser getragen wurden, schoben der Innenminister, die Landeshauptleute und die Bürgermeister Asylwerber, die im Lager Traiskirchen keinen Platz mehr haben, unter medialem Tamtam weiter wie heiße Kartoffeln hin und her. "Wenn die öffentliche Hand hier keine Lösung findet, können wir vielleicht helfen", begründete Konrad das Engagement seines Konzerns. Dabei müsste sich die Politik nur ein Beispiel an Raiffeisen nehmen. Würden sich der Innenminister, die Länderchefs und die Bürgermeister auch denken, "wir können da nicht zuschauen", gäb's kein Beherbergungsproblem für Asylwerber mehr.


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