"Hartnäckig und friedlich"

Politik | FLORIAN KLENK und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 43/04 vom 20.10.2004

FPÖ Justizministerin Karin Miklautsch, seit 100 Tagen im Amt, über rumänische Diebe, Auffanglager, Sexismus in der Politik und warum sie das Schutzengelgebet nur auf Slowenisch kann. 

Der Anfang war hart. Zuerst verhöhnte sie Jörg Haider als "Boxenluder". Bei ihrer Antrittspressekonferenz machten sich die Medienleute über den breiten Dialekt der Kärntnerin lustig. Und ihre Beamten sorgten sich, dass mit Miklautsch eine Ministerin der Marke Monika Forstinger oder Michael Krüger ins Ressort einziehe. Erstere nervte ihre Mitarbeiter im Infrastrukturministerium mit chaotischem Führungsstil und Anti-Stöckelschuh-Erlässen, Krüger trat wegen Überforderung gleich nach wenigen Wochen als Justizminister zurück.

  Karin Miklautsch ist mittlerweile 100 Tage im Amt - und überrascht. Die Beamten, von ihrem cholerischen Vorgänger Dieter Böhmdorfer an einiges gewöhnt, loben den Gesprächsstil der 40-Jährigen, die sich über Sachfragen stets penibel informiere, bevor sie mit ihren Vorhaben


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