Das ganz normale Chaos

Politik | aus FALTER 43/04 vom 20.10.2004

UNI Die Zustände am Wiener Publizistikinstitut sind seit Jahren miserabel. Institut, Rektorat und Ministerium schieben einander die Schuld dafür zu. Und die Studenten zahlen drauf. Einer Schar Studenten stockt der Atem. Rasch kommt eines zum anderen, und aus verhaltenem Murmeln wird wortreiche Empörung. Abwechselnd starren sie einander und den blauen Schaukasten an der Wand an. Ein fett gedrucktes Wort ist es, das den Unmut auslöst: Diplomarbeitsstopp.

  Die Zustände am Wiener Publizistikinstitut sind schon seit Jahren miserabel. Institutsvorstand Wolfgang Langenbucher soll seit langem damit gedroht haben, Anfang Oktober machte er Ernst: Seine Professoren nehmen keine neuen Diplomarbeiten zur Betreuung mehr an. "Sie sind jetzt schon heillos überfordert", sagt Langenbucher. Auf fünf Professoren kommen 7000 Studenten.

  "Diesen Engpass hätte Langenbucher doch etwas früher absehen können", zeigt sich das Rektorat der Uni Wien verwundert. ÖVP-Bildungsministerin Elisabeth Gehrer


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