PRESSESCHAU

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 43/04 vom 20.10.2004

Herbert Tumpel "legte eine Musterkarriere hin, immer im Dienste der Allgemeinheit". Der Arbeiterkammerboss ist "der erfolgreichste derzeit tätige Sozialpolitiker aus dem roten Bereich und käme mit Sicherheit auch für einen roten Kanzler infrage". Wer schreibt da, AK für Sie? Die akribische Aufzählung der "mannigfaltigen Funktionen" Tumpels legt den Verdacht nahe, diesen trockenen Stil - "so war er Mitglied des Renten- und Pensionsanpassungsbeirats von 1975 bis 1980, im Beirat für Wirtschafts- und Sozialfragen von 1978 bis 1989, weiters des Paritätischen Kartellausschusses von 1979 bis 1988" - würde aber wohl nicht einmal die Kammerzeitung auf sich sitzen lassen. Das Ende des Artikels ist da schon aufschlussreicher: Tumpel "war wohl einer der lautstärksten Warner vor einer verfrühten Osterweiterung und vor zu vielen ausländischen Arbeitskräften, die den österreichischen Markt überschwemmen würden". Wo passt das hin? In Andreas Mölzers Zur Zeit in die Reihe "Patrioten im Portrait", denn "nur mit dem ,kleinen Mann' und dessen Zustimmung kann man Wahlen gewinnen".


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