Kommentar

KHM: Ich hatt' einen Kameraden

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 43/04 vom 20.10.2004

Der Entlastungsangriff kam spät, aber nicht von unerwarteter Seite. Die Presse, langjähriger Medienpartner des Kunsthistorischen Museums, drang in ihrer Wochenendausgabe in jene Festung des Schweigens vor, in welcher Generaldirektor Wilfried Seipel seit Wochen ausharrt. Drei Mitglieder des Kuratoriums, das als Aufsichtsrat das Unternehmen prüfen soll, und die Finanzchefin Gabriele Zugay kramten für die Tageszeitung "Belegkopien, Aufstellungen, Kontoauszüge hervor, um zu beweisen, wie die Missverständnisse der Prüfer zustande gekommen sind und wie sie leicht entkräftet werden können".

Auszüge aus dem Rohbericht des Rechnungshofes vom April dieses Jahres waren Anfang Oktober in Presseberichten aufgetaucht. Darin wurde die Tätigkeit des seit 1990 das Museum leitenden Direktors in ein schummriges Licht getaucht. Mängel in der Buchhaltung, auf Subkonten versickerte Gelder, seltsame Kunstdeals: In der Zusammenfassung des 80-seitigen vorläufigen Prüfungsberichts stand der Gründer


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