Man lebt nur zweimal

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 43/04 vom 20.10.2004

POP SPECIAL Der deutsche Easy-Listening-Terrorist James Last wird als cooler Hund verkauft. 

Wenig gefällt uns nicht mehr ganz so jungen Buben besser als ein entschieden nicht mehr junger Bub, der den coolen alten Sack raushängen lässt. Hans Last wurde seinerzeit - ohne dass die Plattenfirma seine Zustimmung eingeholt hätte - als James Last verkauft. Bei dem Namen ist der mittlerweile 75-Jährige geblieben, aber im Dienste einer Radikalverjüngung des Zielpublikums, die sein jüngstes Album "They Call Me Hansi" anvisiert, hat er sich vom Starfotografen Anton Corbijn in Szene setzen lassen und verwechselt nun diesen Marketingschmäh mit der Realität: Die klassischen Last-Ansichten mit Klodeckelbart und weißem Anzug seien "gestellt" gewesen, die jetzigen Bilder, auf denen er als silberbeschnauzter man in black zwischen Johnny Cash und Spaghettiwestern inszeniert wird, entsprächen seiner wahren Persönlichkeit.

  Und die Musik? James-Last-Platten sind, die seinerzeit in der Plattensammlung


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